Herausforderung
Das Haus der digitalen Welt soll ein offener Ort für digitale Bildung, Kultur und Innovation werden – interdisziplinär, vernetzt und zugänglich für unterschiedliche Zielgruppen der Hamburger Stadtgesellschaft. Die zentrale Herausforderung besteht darin, aus dieser Vision konkrete Formate und Angebote zu entwickeln, die gesellschaftliche Teilhabe fördern und gleichzeitig neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Institutionen ermöglichen.
Output
Im Rahmen des Prozesses mit dem Cross Innovation Hub wurden gemeinsam mit den künftigen Betreibenden des Hauses der digitalen Welt – Bücherhallen Hamburg, Hamburger Volkshochschule und dem Zentrum für Schul- und Jugendinformation (ZSJ) – Ideen für neue Perspektiven auf digitale Bildung und Kultur entwickelt. Grundlage bildeten strategische Leitplanken, die zuvor in einem ersten Baustein mit nextMedia.Hamburg erarbeitet wurden.
Auf Basis dessen entstanden in einem zweiten Baustein in interdisziplinären Workshops Konzepte für insgesamt drei Programm-Prototypen. Der erste Ansatz wird nun weiterentwickelt: TiKi – Social Dinner mit der Tisch-KI.
Das Konzept verbindet soziale Begegnung mit experimenteller Technologie: Eine KI wird als physischer Avatar Teil eines gemeinsamen Dinners. Menschen aus der Stadtgesellschaft kommen an einem Tisch zusammen, teilen Perspektiven, Erfahrungen und Bedarfe – während die Tisch-KI zuhört, Themen bündelt und Impulse sichtbar macht. So entsteht ein experimentelles Format für digitale Partizipation, das Austausch, Technologie und Beteiligung miteinander verbindet und in die zukünftige Programmgestaltung des HddW einfließen kann.
Format & Methode
Der Prozess wurde durch den Bereich Business Development der Hamburg Kreativ Gesellschaft koordiniert und gemeinsam mit nextMedia.Hamburg sowie dem Cross Innovation Hub umgesetzt. Dabei griffen zwei Bausteine ineinander:
Baustein 1: Strategische Leitplanken durch nextMedia.Hamburg
nextMedia.Hamburg entwickelte im Rahmen einer adaptiven Strategieentwicklung gemeinsam mit den zukünftigen Betreiber*innen zentrale Leitplanken für zukünftige Formate und Angebote für das Haus der digitalen Welt. Grundlage waren Stakeholder*inneninterviews, mit denen Spannungsfelder, Bedarfe und Potenziale rund um digitale Teilhabe, Bildung und Kultur identifiziert wurden.
Baustein 2: Co-kreative Workshops durch den Cross Innovation Hub
Aufbauend auf diesen Leitplanken konzipierte und fazilitierte der Cross Innovation Hub einen mehrstufigen Workshopprozess zur Entwicklung erster Pilotprojekte.
Vorausgegangen war ein gemeinsamer Foresight-Tag, an dem sich die zukünftigen Betreiber*innen systematisch mit relevanten Trends und Einflussfaktoren auseinandersetzten, um kontrastreiche Szenarien für Hamburg im Jahr 2040 zu entwickeln. Diese Szenarien halfen dabei, zukünftige Herausforderungen zu identifizieren, und bildeten zugleich den Ausgangspunkt für die co-kreative Entwicklung von Pilotprojekten. Ergänzt wurde das interdisziplinäre Team durch fünf Kreativ-Expert*innen, die mit ihrem Input und ihren unterschiedlichen Perspektiven dazu beitrugen, erste Formate zu skizzieren, die das HddW bereits vor seiner Eröffnung erlebbar machen können.
Bildcredit: Christoph Ingenhoven Arcitects Pixelflakes