Ein Projekt derHamburg Kreativ Gesellschaft↓

Futures Cube

Zukunft greifbar machen, statt nur über Trends zu sprechen.

Futures Cube -

Der Futures Cube ist eine Methode, die Zukunftsdenken konkret und erlebbar macht. Statt Trends abstrakt zu diskutieren, entwickeln Teams mögliche Zukunftsbilder und erkunden, wie sich gesellschaftliche, technologische oder wirtschaftliche Entwicklungen auf Alltag, Verhalten und Entscheidungen auswirken könnten.

Die Methode wurde vom Cross Innovation Hub entwickelt und verbindet spielerische Elemente mit strukturiertem Zukunftsdenken. Als haptisches Tool lädt der Cube dazu ein, Trends zu kombinieren und daraus neue Perspektiven zu entwickeln.

Warum Futures Cube?

In vielen Unternehmen wird über Trends gesprochen – aber selten darüber, welche konkreten Auswirkungen diese Entwicklungen auf Menschen, Märkte oder Organisationen haben könnten.

Oft bleibt Zukunft abstrakt: Technologien werden benannt, Schlagworte gesammelt oder Entwicklungen beobachtet, ohne sie wirklich weiterzudenken. Hier setzt der Futures Cube an. Er unterstützt Teams dabei, mögliche Zukünfte konkret zu beschreiben und die Konsequenzen verschiedener Entwicklungen gedanklich durchzuspielen.

So entsteht ein gemeinsames Verständnis für Chancen, Risiken und Veränderungsdynamiken.

Wie funktioniert die Methode?

Der Futures Cube basiert auf dem STEEP-Modell und arbeitet mit fünf Perspektiven auf Zukunft:

  • Social
  • Technological
  • Economic
  • Environmental
  • Political

Jede Seite des Cubes enthält ausgewählte Trends aus einer dieser Kategorien. Optional können zusätzliche Perspektiven ergänzt werden, etwa spezifische Nutzer*innen- oder Branchenperspektiven.

Die Methode wird idealerweise in Zweierteams durchgeführt: Eine Person dreht den Cube und beschreibt, die andere hört aktiv zu, stellt Fragen und denkt weiter.

Aus der gewählten Trendkombination entwickeln die Teilnehmenden ein mögliches Zukunftsbild – zum Beispiel für die nächsten zehn Jahre. Im Mittelpunkt steht die Frage:

Was müsste passieren, damit diese Zukunft Realität werden kann?

Dabei geht es nicht um Bewertung oder Wahrscheinlichkeit. Entscheidend ist, sich vorzustellen, wie sich Alltag, Verhalten, Märkte oder Produkte verändern könnten – und wie die verschiedenen Trends zusammenwirken.

Was bringt der Futures Cube?

Der Futures Cube schafft einen niedrigschwelligen Einstieg in Foresight- und Innovationsprozesse. Durch die spielerische Herangehensweise fällt es leichter, abstrakte Zukunftsfragen greifbar zu machen und gemeinsam neue Denkansätze zu entwickeln.

Die Methode hilft Teams, komplexe Entwicklungen besser einzuordnen und über das Hier und Jetzt hinauszudenken. Die entstehenden Zukunftsbilder können als Grundlage für weiterführende Methoden wie Szenarienarbeit oder strategische Foresight-Prozesse dienen.

Wann ist die Methode sinnvoll?

Der Futures Cube eignet sich besonders für:

  • den Einstieg in Zukunfts- und Foresight-Prozesse
  • Innovations- und Strategiephasen
  • Trendarbeit und Zukunftsworkshops
  • Teams ohne Foresight-Erfahrung
  • Warm-ups für weiterführende Szenarien- oder Innovationsmethoden

Weniger geeignet ist die Methode, wenn bereits konkrete, quantitativ abgesicherte Zukunftsszenarien oder finale strategische Entscheidungen entwickelt werden sollen. Die Stärke des Futures Cube liegt im Explorativen und im gemeinsamen Öffnen neuer Denk- und Möglichkeitsräume.

Tipps aus der Praxis

Damit der Futures Cube seine Wirkung entfalten kann, hilft es, Bewertungen und Machbarkeitsdiskussionen zunächst auszuklammern. Im Mittelpunkt steht das Beschreiben möglicher Entwicklungen – nicht ihre sofortige Bewertung.

Je freier die Teilnehmenden denken, desto spannender und überraschender werden die Zukunftsbilder. Sehr gut eignet sich die Methode außerdem als Einstieg in vertiefende Formate wie Futures Wheel, Szenarienarbeit oder strategische Zukunftsprozesse.

Setting

  • Dauer: ca. 10–20 Minuten
  • Gruppengröße: 2 Personen pro Cube (skalierbar)
  • Setting: vor Ort
  • Material: Futures Cube (physisch), Whiteboard oder Notizen zur Dokumentation

Auf Wunsch entwickeln wir individuelle Futures Cubes passend zu Branche, Organisation oder konkreter Fragestellung.

Futures Cube im Cross Innovation Hub

Im Cross Innovation Hub nutzen wir den Futures Cube, um Unternehmen einen niedrigschwelligen Zugang zu Zukunftsdenken zu ermöglichen und schnell eine gemeinsame Denkebene zu schaffen.

Die Methode macht komplexe Entwicklungen verständlich, eröffnet neue Perspektiven und schafft eine Grundlage für strategische und innovative Entscheidungen.

Ansprechpersonen

Dr. Susanne Eigenmann -
  • Dr. Susanne Eigenmann
  • Wissensmanagerin Cross Innovation Hub
  • 040 2372435-54
  • Kurzbiografie
  • Dr. Susanne Eigenmann ist als Wissensmanagerin im Cross Innovation Hub für alle Fragen zur Theorie von Innovation, branchenübergreifender Zusammenarbeit, Kreativität, Zukunftsforschung, Trends und vielem mehr zuständig. Sie erarbeitet Themen, gibt Hintergründe und Entscheidungshilfen, Diskussions- und Kommunikationsanlässe zu allen Fragen rund um Cross Innovation und ist immer an Lernen und Austausch interessiert.


    Vor ihrer Zeit bei der Kreativ Gesellschaft war Susanne als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Universität Hamburg tätig und hat als Persönliche Referentin des Intendanten im Deutschen Schauspielhaus gearbeitet. Auch bei ihrer Arbeit als Freiberuflerin mit Kreativen verschiedener Branchen wie Kulturleuten und Künstlerinnen und Künstlern hat sie immer wieder bewundert, wie selbstverständlich, schnell und voller Elan sie Neues schaffen und sich offen in neuen Terrains bewegen. Deshalb war es für sie auch eine wunderbare Entwicklung, als sie in der Kreativ Gesellschaft den Cross Innovation Hub mit aufbauen durfte und bis heute Teil davon ist, die Stärken der Kreativwirtschaft für andere Wirtschaftsbranchen zu erschließen.

Marc Behlau -
  • Marc Behlau
  • Programm- und Wissensmanager Cross Innovation Hub
  • 040 2372435-81
  • Kurzbiografie
  • Marc Behlau ist Programmmanager für die Konzeption und Durchführung der Formate des Cross Innovation Hub. Außerdem fällt die Dokumentation und Evaluation sowie das interene Wissensmanagement in seinen Aufgabenbereich.

    Anschließend an ein betriebswirtschaftliches Bachelorstudium, mit Fokus auf Markenkommunikation, absolvierte Marc seinen Master of Science an Technischen Universität in Hamburg im Bereich "Global Technology & Innovation Management“. Mit dem Feld des Innovationsmanagements hat Marc seine Leidenschaft gefunden und passt mit seinem Wissen perfekt zu der Mission des Cross Innovation Hubs: Die Unterstützung von Unternehmen verschiedener Branchen in der Innovationsfindung mittels Cross Innovation-Prozessen.

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