Ein Projekt derHamburg Kreativ Gesellschaft↓

Grid Condensation

Ideen entwickeln durch visuelle Verdichtung.

Grid Condensation -

Grid Condensation ist eine visuelle Kreativmethode, mit der Teams aus Bildimpulsen neue Ideen und Lösungsansätze entwickeln. Die Methode verbindet offene Recherche mit strukturierter Verdichtung: Bilder, Assoziationen und Cluster helfen dabei, neue Perspektiven auf eine Fragestellung zu gewinnen.

Entwickelt aus der Bildenden Kunst, eignet sich Grid Condensation besonders für Ideenfindung, Ideenauswahl, kreative Strategieprozesse und Cross-Innovation-Formate.

Warum Grid Condensation?

Klassische Brainstormings bleiben oft sprachlich geprägt und bewegen sich schnell in bekannten Denkmustern. Gerade bei komplexen Herausforderungen braucht es Zugänge, die nicht sofort auf Bewertung, Machbarkeit oder Routinen zulaufen.

Grid Condensation setzt hier an: Visuelle Reize öffnen den Denkraum, machen Zusammenhänge sichtbar und führen zu Ideen, die über naheliegende Lösungen hinausgehen.

Wie funktioniert die Methode?

Ausgangspunkt ist eine konkrete Fragestellung, zum Beispiel die Entwicklung neuer Services, Produkte oder strategischer Ansätze.

Die Teilnehmenden recherchieren zunächst individuell Bilder, die mögliche Lösungen, Stimmungen oder Assoziationen sichtbar machen – digital, KI-gestützt oder analog mit Printmaterialien.

Anschließend werden die Bilder auf einem Whiteboard oder einer analogen Fläche gesammelt und in ein Raster mit passenden Unterthemen eingeordnet. Beim Sortieren, Verschieben und Clustern werden Muster, Gegensätze und überraschende Verbindungen sichtbar.

So verdichten sich viele visuelle Eindrücke zu einer strukturierten Auswahl tragfähiger Ideen.

Was bringt Grid Condensation?

Die Methode schafft Orientierung in der Ideenphase. Aus einer losen Sammlung von Eindrücken entsteht ein visuell strukturiertes Bild möglicher Innovationsansätze.

Grid Condensation hilft Teams, implizite Zusammenhänge zu erkennen, Perspektiven zu erweitern und ungewöhnliche Impulse produktiv weiterzuentwickeln.

Wann ist die Methode sinnvoll?

Grid Condensation eignet sich besonders für:

  • Ideenentwicklung für Produkte, Services oder strategische Fragestellungen
  • kreative Strategie- und Innovationsprozesse
  • interdisziplinäre Gruppen
  • Teams, die sich von klassischen Brainstorming-Formaten lösen möchten
  • Fragestellungen, bei denen Perspektivwechsel gefragt sind

Weniger geeignet ist die Methode, wenn bereits finale Entscheidungen auf Basis harter Kriterien oder quantifizierter Daten getroffen werden sollen. Ihre Stärke liegt im Erkunden, Verdichten und Auswählen von Ideen.

Tipps aus der Praxis

Besonders wirksam ist Grid Condensation, wenn die Bildrecherche zunächst offen und ohne vorschnelle Bewertung erfolgt. Wichtig ist eine klare, aber nicht zu enge Rahmung durch die Facilitation.

Analoges Arbeiten mit Magazinen bietet einen unmittelbaren, sinnlichen Zugang. Digitale Recherche ist schneller und flexibler, startet aber oft stärker über Suchbegriffe. Beide Varianten haben ihren Mehrwert.

Hilfreich ist außerdem, das Raster nicht zu früh zu eng anzulegen: Erst Vielfalt zulassen, dann gemeinsam fokussieren.

Setting

  • Dauer: ca. 45–90 Minuten
  • Gruppengröße: kleine bis mittlere Gruppen
  • Setting: vor Ort oder digital
  • Material: digitales Whiteboard oder analoge Fläche, Bilder aus Internet, KI oder Print, ggf. Magazine, Scheren, Pinstifte und Moderationsmaterial

Grid Condensation im Cross Innovation Hub

Im Cross Innovation Hub nutzen wir Grid Condensation, um Ideenentwicklung visuell, niedrigschwellig und zugleich strategisch wirksam zu gestalten.

Die Methode aktiviert kreative Kompetenzen und führt unterschiedliche Perspektiven sichtbar zusammen. Gerade in der Zusammenarbeit mit Kreativschaffenden entstehen dabei überraschende Verbindungen und neue Lösungsansätze.

Ansprechperson

Dr. Susanne Eigenmann -
  • Dr. Susanne Eigenmann
  • Wissensmanagerin Cross Innovation Hub
  • 040 2372435-54
  • Kurzbiografie
  • Dr. Susanne Eigenmann ist als Wissensmanagerin im Cross Innovation Hub für alle Fragen zur Theorie von Innovation, branchenübergreifender Zusammenarbeit, Kreativität, Zukunftsforschung, Trends und vielem mehr zuständig. Sie erarbeitet Themen, gibt Hintergründe und Entscheidungshilfen, Diskussions- und Kommunikationsanlässe zu allen Fragen rund um Cross Innovation und ist immer an Lernen und Austausch interessiert.


    Vor ihrer Zeit bei der Kreativ Gesellschaft war Susanne als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Universität Hamburg tätig und hat als Persönliche Referentin des Intendanten im Deutschen Schauspielhaus gearbeitet. Auch bei ihrer Arbeit als Freiberuflerin mit Kreativen verschiedener Branchen wie Kulturleuten und Künstlerinnen und Künstlern hat sie immer wieder bewundert, wie selbstverständlich, schnell und voller Elan sie Neues schaffen und sich offen in neuen Terrains bewegen. Deshalb war es für sie auch eine wunderbare Entwicklung, als sie in der Kreativ Gesellschaft den Cross Innovation Hub mit aufbauen durfte und bis heute Teil davon ist, die Stärken der Kreativwirtschaft für andere Wirtschaftsbranchen zu erschließen.

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