Rückblick: Cross Innovation Day 2025
Grenzen verschieben und dabei Neues schaffen: Der Cross Innovation Day 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, wie branchenübergreifende Zusammenarbeit gelingen kann - als Symbiose von Wirtschaft und Kreativität.
Grenzen verschieben und dabei Neues schaffen: Der Cross Innovation Day 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, wie branchenübergreifende Zusammenarbeit gelingen kann - als Symbiose von Wirtschaft und Kreativität.

Was passiert, wenn Wirtschaft auf Kreativität trifft und Branchen gemeinsam neue Wege gehen? Beim Cross Innovation Day 2025 im Hamburger Oberhafen wurde genau das erlebbar. Unter dem Motto „Persektiven wechseln – Zukunft nachhaltig gestalten“ kamen Vordenker*innen, Unternehmer*innen und Kreative zusammen – für eine inspirierende Auseinandersetzung mit der Zukunft der Innovationsarbeit.
Zum Auftakt brachte Autor und Journalist Wolf Lotter in seiner Keynote auf den Punkt, worauf es wirklich ankommt: „Transformation braucht Störung – nicht Konformität.“ Innovation entstehe nicht zufällig, sondern dort, wo Routinen durchbrochen und Denkgrenzen verschoben werden.
Simone Kaiser vom Fraunhofer IAO rückte in ihrer Keynote die menschliche und gesellschaftliche Dimension von Innovationsprozessen in den Fokus. Vertrauen, Akzeptanz und das aktive Einbeziehen aller Beteiligten seien zentrale Voraussetzungen für wirksamen Wandel – sowohl innerhalb von Organisationen als auch im öffentlichen Raum. Ihr Fazit: „Man kann allein zwar schneller gehen, gemeinsam jedoch weiter.“
Im anschließenden Paneltalk diskutierten Markus Durstewitz (Airbus), Lorraine Suxdorf (Designerin & Unternehmerin) und Inga Wellmann (Kulturbehörde Hamburg) über die Bedingungen gelingender, interdisziplinärer Zusammenarbeit. Klar wurde: Mut zum Scheitern, Offenheit für andere Denkweisen und klare gemeinsame Zielbilder sind essenziell. Vor allem aber brauche es Räume – physisch wie mental –, in denen unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen dürfen und sollen.
Ein besonderes Praxisbeispiel brachte Unternehmer Hans-Dietrich Reckhaus mit: Mit dem Gütesiegel INSECT-RESPECT zeigte er, wie ein Kunstprojekt sein mittelständisches Unternehmen radikal veränderte – von der Insektenvernichtung hin zur Förderung von Artenvielfalt. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie kreativ getriebene Irritation zu echter unternehmerischer Verantwortung und Transformation führen kann.





Am Nachmittag öffneten dann die Masterclasses, in denen Teilnehmende selbst aktiv wurden: Ob Cross Innovation Methoden für die eigene Organisation, gute Ideen emotional erzählen, KI-Tools im Alltag einsetzen oder inklusive Gestaltung für mehr Kund*innenzufriedenheit – in kleinen Gruppen wurde diskutiert, ausprobiert und gemeinsam gelernt. Unter anderem der Impuls zum Thema Circular Design mit Gerrit Kuhn und Sebastian Mends-Cole, zeigte eindrucksvoll, wie Gestaltung systemisch zur Nachhaltigkeit beitragen kann.
Auch abseits der Bühnen gab es beim Cross Innovation Day viel zu entdecken: Die Best Cases-Ausstellung präsentierte reale Ergebnisse aus vergangenen Projekten und bot bei Führungen von Nicole Wittek spannende Einblicke in Co-Creation in der Praxis. Beim Circular Design Bingo im Garten wurde Wissen spielerisch auf die Probe gestellt – inklusive nachhaltiger Gewinne.
Die über 200 anwesenden Akteur*innen aus Wirtschaft, Kreativwirtschaft, Verwaltung und Politik waren sich am Ende dieses ereignisreichen Tages einig: Innovation ist kein Zufallsprodukt – sie entsteht dort, wo Mut, Offenheit und Zusammenarbeit aufeinandertreffen.





